Tanninstrukturen
Tanninstrukturen beziehen sich auf die strukturellen Merkmale tanninhaltiger Verbindungen in Pflanzen. Tannine sind hochmolekulare, phenolische Verbindungen, die sich durch Proteinbindung, Chelatbildung und komplexbildende Eigenschaften auszeichnen. Sie kommen in Holz, Rinde, Früchten und Blättern vor und beeinflussen Geschmack, Farbe, Textur und Haltbarkeit von Lebensmitteln und Getränken.
Eine grobe Einteilung unterscheidet hydrolysierbare Tannine und kondensierte Tannine (Proanthocyanidine). Hydrolysierbare Tannine umfassen Gallotannine und Ellagitannine,
Die Strukturen sind hoch heterogen: Monomerzusammensetzung, Polymerisationsgrad, Art der Verknüpfungen und funktionelle Gruppen variieren stark. Galloyl-
Vorkommen und Funktion folgen breit: Tannine sind in vielen Pflanzen vorhanden, z. B. in Eichenholz, Kastanien,
Analytik und Bedeutung zeigen Struktur- und Funktionsaspekte: Strukturaufklärung erfolgt durch Spektroskopie (NMR, MS) und Chromatographie (HPLC)