Signalverfälschung
Signalverfälschung bezeichnet die absichtliche Veränderung, Verzerrung oder Unterdrückung von Signalen in elektronischen Kommunikations- oder Messsystemen, mit dem Ziel, deren Aussagekraft zu beeinträchtigen oder zu täuschen. Sie kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen: auf der Übertragung durch Störung des Trägersignals (Jamming) oder das Einführen falscher Signale (Spoofing); auf der Aufnahme- bzw. Empfangsebene durch Replay-Attacken; sowie durch Manipulation von Protokollen, Fehlerkorrekturmechanismen oder Kalibrierungsparametern.
Anwendungsfelder umfassen Telekommunikation, Funk- und Satellitenkommunikation, Navigationssysteme, Audio- und Videotechnik sowie Mess- und Regeltechnik in Industrieanlagen.
Die Auswirkungen reichen von Sendestörung und fehlerhaften Entscheidungen in sicherheitskritischen Systemen bis zu wirtschaftlichen Schäden durch
Gegenmaßnahmen zielen auf Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Signale: Verschlüsselung und Authentifizierung, Signaturen, Prüfsummen, Integritätsprüfungen, redundante
Rechtlich ist Signalverfälschung in vielen Rechtsordnungen illegal, besonders wenn sie sicherheitsrelevante Systeme betrifft. Forschung und Regulierung