Ruhepotenziale
Ruhepotenzial bezeichnet das Ruhepotential einer Zelle, insbesondere von Nervenzellen, also die elektrische Spannung über der Zellmembran, wenn die Zelle nicht aktiv ist. Es ist negativ innen gegenüber außen und liegt bei vielen Neuronen typischerweise etwa bei −65 bis −70 Millivolt (mV), variiert aber je nach Zelltyp und Umgebung.
Es entsteht durch das Zusammenspiel von Ionenkonzentrationen innerhalb und außerhalb der Zelle und der selektiven Membranleitfähigkeit
Die Spannung lässt sich theoretisch mit der Goldman-Hodgkin-Katz-Gleichung beschreiben, die das Ruhepotenzial aus den Ionenkonzentrationen und
Bedeutung: Das Ruhepotenzial bildet die Grundlage für die Entstehung von Aktionspotenzialen und bestimmt die Reizschwelle sowie
Messung erfolgt meist mittels Mikroelektroden oder Patch-Clamp-Techniken; Abweichungen können Hinweise auf Dysfunktionen des Ionengleichgewichts geben.