Reizschwelle
Reizschwelle bezeichnet in der Sinnesphysiologie den minimalen Reiz, der nötig ist, um eine Reaktion eines Sinnesorgans oder einer Nervenzelle auszulösen. Unterhalb der Schwelle bleibt meist keine wahrnehmbare Empfindung, überschreitet der Reiz die Schwelle, wird eine Erregung erzeugt, die über Nervenzellen ins zentrale Nervensystem übertragen wird. In der Fachsprache wird häufig von einer absoluten Reizschwelle gesprochen – dem geringsten Reiz, der überhaupt eine sinnliche Empfindung hervorruft. Der Begriff steht im weiteren Zusammenhang mit Wahrnehmungsschwellen, darunter Grenz- und Unterschiedsschwellen.
Auf zellulärer Ebene entspricht die Reizschwelle dem Punkt, an dem das Rezeptorpotenzial die Schwelle zur Auslösung
Relevante Beispiele finden sich in der Wahrnehmungspsychologie, etwa der Hörschwelle, der Sehschwelle oder der Schmerzschwelle. Klinisch