Renormierbarkeitsprobleme
Renormierbarkeitsprobleme bezeichnen in der Physik die Frage, ob eine gegebene Theorie so definiert werden kann, dass alle auftretenden ultraviolet-Divergenzen durch eine endliche Anzahl von Gegenparametern absorbiert werden kann. In der perturbativen Quantenfeldtheorie bedeutet Renormierbarkeit, dass nach dem Regularisieren der Theorien alle beobachtbaren Größen durch eine endliche Anzahl von Messgrößen festgelegt wird und das Ergebnis von der Regularisierung oder dem Hochenergiebereich unabhängig bleibt.
Kriterien und Folgerungen: Das gängigste Kriterium ist die sogenannte Power-Counting-Renormierbarkeit. In vier Raumzeitdimensionen entsprechen Operatoren der
Beispiele und Kontext: Quantenelektrodynamik (QED) und Quantenchromodynamik (QCD) sind renormierbar und liefern präzise Vorhersagen. Die Fermi-Theorie
Historisch gesehen entwickelte sich das Konzept mit der Renormierungsgruppe und der Wilson’schen Perspektive zu einem grundlegenden