Kompositionspraxis
Kompositionspraxis bezeichnet die praktische Seite des Komponierens: die kreativen Entscheidungen, technischen Methoden und organisatorischen Abläufe, die von der ersten Idee bis zur Fertigstellung einer Partitur reichen. Kernaufgaben sind die Materialwahl (Tonhöhe, Rhythmus, Timbre), Formgebung, Instrumentation und Notation sowie der Prozess der Überarbeitung im Austausch mit Interpreten, Produzenten und Auftraggebern. Die Praxis verbindet künstlerische Absicht mit technischen Fähigkeiten, zum Beispiel der Erstellung von Skizzen, der Festlegung von Dauer, Dynamik und Struktur sowie der Realisierung über Proben und Aufnahmen.
Historisch variiert die Kompositionspraxis je nach Epoche, Schule und Medium. Von handschriftlich geführten Skizzen in der
Technische Werkzeuge prägen die Praxis wesentlich. Neben klassischer Partiturschrift kommen Computersnotationsprogramme, DAWs, MIDI-Workflows, Synthese- und Klangbearbeitung