Kommunikationsströme
Kommunikationsströme bezeichnet in der Soziologie, Organisationstheorie und Netzwerkanalyse die Muster und Wege, über die Informationen, Nachrichten und Wissen zwischen Akteuren in einem System zirkulieren. Sie umfassen formelle Kanäle wie Anweisungen, Berichte oder Meetings ebenso wie informelle Pfade wie Gespräche am Arbeitsplatz oder digitale Chats. Die Ströme lassen sich nach Richtung (vertikal, horizontal, diagonale Verbindungen), Intensität (Volumen, Frequenz), Geschwindigkeit, Reichweite und Medium (Sprache, Schrift, Bild, digitale Plattformen) unterscheiden.
In Organisationen beeinflussen Kommunikationsströme Entscheidungsprozesse, Koordination und Lernfähigkeit. Gut verzweigte, vielseitige Ströme unterstützen Innovation und Transparenz,
Methodisch werden Kommunikationsströme oft mithilfe von Netzwerkanalysen untersucht. Typische Kennzahlen sind Zentralität, Dichte oder Kommunikationsreichweite. Ergänzend
Zusammengefasst beschreiben Kommunikationsströme, wer mit wem wie kommuniziert, und wie diese Muster Struktur, Leistung und Lernfähigkeit