Integrinantagonisten
Integrinantagonisten sind Substanzen, die Integrine blockieren, Transmembranrezeptoren, die der Zelladhäsion dienen. Integrine spielen eine zentrale Rolle bei der Verankerung von Zellen im Gewebe, der Migration von Leukozyten durch Gefäßwände und der Thrombozytenaggregation. Durch Hemmung der Ligandenbindung oder der Aktivierungszustände der Rezeptoren verringern Integrinantagonisten Zelladhäsion und -wanderung.
Integrine bestehen aus α- und β-Untereinheiten. Antagonisten können als Monoklonale Antikörper oder als kleine Moleküle auftreten. Wichtige
Zu den klinisch eingesetzten Integrinantagonisten gehören Abciximab, ein GPIIb/IIIa-Blocker, sowie Eptifibatid und Tirofiban; Natalizumab und Vedolizumab
Anwendungsgebiete umfassen die Prävention akut koronarer Ereignisse während PCI, die Behandlung von Autoimmunkrankheiten wie Multipler Sklerose
Der Forschungsstand umfasst neue orale und injizierbare Antagonisten, verbesserte Selektivität und Therapien mit geringerem Nebenwirkungsprofil. Integrinblockade