IRSpektren
IR-Spektren sind graphische Darstellungen der Absorption infraroter Strahlung durch Moleküle als Funktion der Wellenzahl (in cm^-1). Sie ergeben sich aus der Wechselwirkung von Licht mit Molekülsschwingungen, wobei unterschiedliche Moden wie Streck- und Biegebewegungen absorptionsfähig sind. Ein IR-Spektrum wird typischerweise als Absorbanz oder Transmittanz gegen die Wellenzahl aufgezeichnet. Der typische Messbereich gliedert sich grob in das nahe Infrarot (NIR, ca. 12 500–4 000 cm^-1), das mittlere Infrarot (MIR, ca. 4 000–400 cm^-1) und das ferne Infrarot (FIR, ca. 400–10 cm^-1). In der Praxis ist FTIR (Fourier-Transform-Infrarot-Spektroskopie) die verbreitetste Methode; Probenformen reichen von Feststoffen und Flüssigkeiten bis hin zu Dünnfilmen, oft auch über ATR (attentuierte Totalreflexion) gemessen.
Die Interpretation von IR-Spektren beruht auf der Zuordnung charakteristischer Banden zu funktionellen Gruppen. Typische Absorptionsfelder umfassen
Anwendungen finden sich in der Identifikation von Substanzen, Reinheitsprüfungen, Strukturaufklärung, Qualitätskontrolle in Chemie, Pharmazie, Polymer- und