Gewebemustern
Gewebemustern bezeichnet in der Biologie und Pathologie die charakteristischen Architekturen der Gewebeorganisation, die mikroskopisch sichtbar sind. Der Begriff umfasst die Anordnung von Zellen, die Muster, in denen Gewebe typischerweise vorkommen, sowie die Verteilung von Bindegewebe, Gefäßen und Entzündungszellen. In der klinischen Histologie dienen Gewebemuster der Identifikation von Gewebearten und der Beschreibung pathologischer Veränderungen. Typische Muster sind glanduläre Strukturen bei Adenokarzinomen, squamöse Differenzierung mit verhornten oder unverhornten Anteilen, nestförmige oder eindringende Zellverbände, sowie desmoplastische Stroma. Weitere Muster betreffen die Verteilung von Immunzellen, Fibrose oder nekrotischen Bereichen.
In der Gewebeforschung und im Gewebeingenieurwesen wird der Begriff auch allgemein für Muster der extrazellulären Matrix
Beurteilung: Die Analyse erfolgt in der Regel durch mikroskopische Begutachtung von H&E-gefärbtem Gewebe, ergänzt durch Immunhistochemie,
Bedeutung: Gewebemuster unterstützen Klassifikation und Prognose in der Onkologie und anderen Bereichen. Sie sind jedoch anfällig