Gewebedurchdringung
Gewebedurchdringung bezeichnet das Eindringen von Substanzen, Energie oder Partikeln durch Gewebe und deren räumliche Verbreitung innerhalb biologischer Gewebe. In Medizin, Biologie und Toxikologie dient der Begriff dazu zu beschreiben, wie Moleküle oder andere Einheiten Gewebebarrieren überwinden und sich in unterschiedlichen Gewebearealen verteilen können. Die Relevanz reicht von Arzneistoffpenetration über Toxine bis hin zu medizinischen Diagnose- oder Therapieverfahren, bei denen eine subzelluläre oder zelluläre Verteilung entscheidend ist.
Mechanismen der Gewebedurchdringung umfassen passiven Diffusionsfluss durch Lipiddoppelschichten, parazellulären Transport durch Tight junctions, aktiven Transport über
Wichtige Einflussfaktoren sind Molekülgröße, Lipophilität, Ionisierungszustand und Ladung, sowie Gewebetyp und Barrierestrukturen (zum Beispiel Haut, Darmepithel,
Die Quantifizierung erfolgt häufig durch Diffusionsgesetze (D, Permeabilität P) und Messungen der Penetrationsrate in In-vitro- oder
Anwendungen liegen in der Arzneimittelentwicklung, etwa bei topischen Präparaten oder systemisch verabreichten Wirkstoffen, in der Entwicklung
Siehe auch: Gewebebarriere, Blut-Hirn-Schranke, Diffusion, Transzellulärer Transport, Parazellulärer Transport, Bioverfügbarkeit.