Gewebebarriere
Gewebebarriere bezeichnet allgemein eine Struktur, die das Gewebe gegen umliegende Räume abgrenzt und den Stoffaustausch reguliert. Sie besteht typischerweise aus einer Endothel- oder Epithelschicht, einer Basalmembran und unterstützenden Zellen. Ziel ist der Schutz des Gewebes, die Aufrechterhaltung des inneren Milieus und eine selektive Kontrolle des Transports von Wasser, Ionen, Nährstoffen und Abbauprodukten.
Zentrale Bausteine sind Tight Junctions, Adhärenzverbindungen und die Basalmembran. Tight Junctions verhindern parazellulären Durchtritt und bestimmen
Beispiele sind die Blut-Hirn-Schranke, die Darmbarriere, die glomeruläre Barriere der Niere, die Alveolarkapillarbarriere und die Plazentabarriere.
Im gesunden Organismus schützt die Gewebebarriere vor Pathogenen und Toxinen, erhält den Ionenzustand und verhindert Ungleichgewichte.
In der Forschung dient die Gewebebarriere als Hürde und Ziel in der Medikamentenentwicklung. Modelle der Barrieren