Fehlereingriffen
Fehlereingriffe bezeichnet in der Medizin Eingriffe, Behandlungen oder diagnostische Maßnahmen, die falsch, unnötig oder nicht mit dem Ziel der Behandlung vereinbar durchgeführt werden. Sie umfassen planmäßige Eingriffe, die am falschen Patienten, am falschen Körperteil oder mit dem falschen Verfahren erfolgen (wrong-site surgery bzw. falsches Verfahren), sowie weitere Schädigungen, die durch Versäumnisse in der Diagnostik, Planung oder Ausführung entstehen.
Der Begriff wird vorrangig im Kontext der Patientensicherheit und der Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen verwendet.
Ursachen sind Kommunikationsfehler, fehlende oder inkonsistente Validierung von Patient und Behandlung, Unterbrechungen, Zeitdruck, unzureichende Dokumentation oder
Auswirkungen reichen von milden Komplikationen bis zu schweren Verletzungen, längeren Krankenhausaufenthalten, zusätzlicher Operationen und in Extremfällen
Prävention konzentriert sich auf eine sichere Behandlungsführung: Checklisten und Time-out-Verfahren vor invasiven Eingriffen, klare Markierung des
Zur Qualitätssicherung werden Fehlereingriffe dokumentiert, analysiert und in Qualitäts- und Sicherheitsprogramme integriert. Ziel ist eine kontinuierliche