Faktorenmodelle
Faktorenmodelle sind statistische Modelle, die beobachtete Variablen als lineare Mischung gemeinsamer Faktoren erklären. In einem einfachen linearen Faktormodell lässt sich eine Vektor der beobachteten Größen r_t durch r_t = B f_t + ε_t beschreiben, wobei B eine Matrix der Faktorladungen, f_t ein Vektor von gemeinsamen Faktoren und ε_t der idiosynkratische Fehlerterm ist. Die Faktoren können explizit vorgegeben sein, etwa Marktfaktoren, oder latent und aus den Daten geschätzt werden, zum Beispiel mittels Hauptkomponentenanalyse oder Faktorenanalyse. Oft wird zwischen statischen Modellen, die auf eine Zeitpunktreihe oder Querschnittsdaten angewendet werden, und dynamischen Modellen unterschieden, die Zeitverläufe berücksichtigen.
In der Finanzwirtschaft dienen Faktormodelle der Modellierung von Renditen. Einfache Modelle behandeln Renditen als lineare Funktion
Die Estimation erfolgt typischerweise mit der Kleinste-Quadrate-Methode, Maximum-Likelihood oder Verfahren wie PCA bzw. EFA, insbesondere wenn