Durchschnittsperson
Der Begriff Durchschnittsperson bezeichnet eine hypothetische Person, die typische Merkmale einer Population zusammenfasst. Sie dient in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft als Referenzgröße, um grobe Aussagen über Verteilungen von Merkmalen wie Alter, Einkommen, Bildungsstand oder Gesundheitszustand zu erläutern. Die Durchschnittsperson ist kein reales Individuum; sie fasst Eigenschaften einer Stichprobe oder Population auf einem aggregierten Niveau zusammen.
Statistisch lässt sich ein „Durchschnitt“ durch zentrale Maße der Verteilung beschreiben, insbesondere den Mittelwert. In mehrdimensionalen
Anwendungsfelder umfassen Marktforschung, Sozialplanung, Gesundheitswesen und Kommunikationswissenschaften: Man ermittelt Durchschnittswerte, entwirft Zielgruppen- oder Nutzungsszenarien (Personas) und
Kritisch betrachtet ist der Begriff eine vereinfachende Abstraktion; er spiegelt nicht die Heterogenität realer Gesellschaften wider.
Siehe auch: Normalverteilung, Median; Persona (Marktforschung); Demografie; Repräsentativität.