Durchscheuern
Durchscheuern ist ein technischer Begriff aus der Tribologie und der Materialwissenschaft, der das durch wiederholtes Reiben verursachte Abtragen von Material beschreibt. Dabei rutschen zwei Oberflächen gegeneinander, wodurch an den berührten Stellen Material verloren geht. Das Phänomen tritt in Textilien, Leder, Gummi, Kunststoff sowie in mechanischen Bauteilen auf und kann zu Leistungs- oder Funktionsausfällen führen.
Im Textil- und Lederbereich entsteht Durchscheuern häufig an Nähten, Kanten, Riemen oder in Falzen, insbesondere bei
In Gummi, Kunststoff und Dichtungen bedeutet Durchscheuern, dass sich Oberflächen durch Führung gegen eine andere Komponente
Wesentliche Einflussfaktoren sind Werkstoffeigenschaften (Härte, Zähigkeit), Kontaktwinkel und Oberflächenrauheit, Anpressdruck, Relativgeschwindigkeit, Zykluszahl und Umweltbedingungen. Fehlerhafte Montage,
Vermeidung erfolgt durch geeignete Materialpaarungen, Schutzschichten, glatte Oberflächen, passgenaue Geometrien, Schmierung oder Schmierstoffe, Design unter Berücksichtigung
Typische Prüfmethoden umfassen verschleißbezogene Abrasions- oder Reibungsprüfungen (z. B. Taber-Abreib-Tests) sowie spezifizierte Normen zur Abriebfestigkeit. Ergebnisse