Bindungserkennung
Bindungserkennung bezeichnet den Prozess, bei dem ein Molekül, der Ligand, von einem anderen Molekül, dem Erkenner oder Rezeptor, durch spezifische Wechselwirkungen identifiziert und gebunden wird. In der Biologie ist sie grundlegend für zelluläre Kommunikation, Signaltransduktion, Immunantworten und Stoffwechselwege. Eine Bindung erfolgt typischerweise mit einer bestimmten Affinität und ist oft reversibel.
Wesentliche Merkmale der Bindungserkennung sind Spezifität, Affinität und Kinetik. Spezifität beschreibt, wie genau ein Erkennungsbaustein einen
Typische Beispiele finden sich in der Immunologie (Antikörper erkennen spezifische Antigene; T-Zell-Rezeptoren erkennen Peptid-MHC-Komplexe), der Enzymologie
Technische Nachweise der Bindungserkennung erfolgen mit Methoden wie Oberflächenplasmonenresonanz (SPR), kalte Kalorimetrie (ITC), NMR-Spektroskopie oder Fluoreszenzbasierte