Bewertungsnormen
Bewertungsnormen bezeichnet normative Kriterien oder Maßstäbe, anhand derer Leistungen, Ergebnisse oder Werte interpretiert und vergleichbar gemacht werden. Sie schaffen einen Referenzrahmen, der es erlaubt, individuelle Ergebnisse in Relation zu einer Bezugsgruppe oder einem festgelegten Anforderungssatz zu bewerten. Bewertungsnormen können normbezogen (norm-referenced) oder kriteriumsbezogen (criterion-referenced) sein. Bei normbezogenen Bewertungsverfahren wird eine Leistung relativ zu einer Verteilung anderer Personen eingeordnet (z. B. Perzentile, Standardabweichungen). Bei kriteriumsbezogenen Verfahren hingegen wird die Leistung anhand vorab festgelegter Kriterien oder Mindeststandards beurteilt, unabhängig von der Verteilung der Stichprobe.
Anwendungsfelder finden sich insbesondere in Bildungssystemen, psychometrischen Tests, Leistungsbeurteilungen in Organisationen sowie bei Bewertungsverfahren in der
Die Erstellung von Bewertungsnormen umfasst Datenerhebung, Stichprobenplanung, statistische Auswertung und Validierung. Wichtige Aspekte sind Repräsentativität der
Regulatorisch und organisatorisch werden Bewertungsnormen durch Bildungsbehörden, Testentwickler oder Institute festgelegt, regelmäßig überarbeitet und mit Richtlinien