Ausfachungen
Ausfachungen bezeichnet im Fachwerkbau die Füllung der Gefache – der Zwischenräume zwischen den vertikalen Ständern des Fachwerks. Sie bilden die äußere Wandhaut der Konstruktion, schützen das Tragwerk vor Witterung und tragen oft zur thermischen Hülle des Gebäudes bei. Die Ausfachung bestimmt zusammen mit dem sichtbaren Holzwerk das charakteristische Erscheinungsbild eines Fachwerkhauses.
Typische Ausfachungsarten umfassen Backstein- oder Ziegelmauerwerk, Lehm- oder Putzaufbau sowie Gemische aus Lehm, Kalkputz oder Steinplatten.
Historisch spielten Ausfachungen eine zentrale Rolle in Mitteleuropa vom späten Mittelalter bis in die frühe Neuzeit.
Der Begriff leitet sich vom Verb „ausfachen“ ab und beschreibt das gezielte Füllen der Gefache zwischen dem