Anbieterbindung
Anbieterbindung, auch als Lock-in bezeichnet, beschreibt die Abhängigkeit eines Kunden von einem bestimmten Anbieter. Sie entsteht durch wirtschaftliche, technische oder vertragliche Umstände, die den Wechsel zu Wettbewerbern erschweren oder verteuern. Typische Ursachen sind hohe Wechselkosten, proprietäre Datenformate, integrierte Systeme, Netzwerkeffekte sowie langfristige Verträge oder Rabatte, bei deren Kündigung oder Migration Verluste drohen. Technisch führt oft das Fehlen offener Schnittstellen oder die Nutzung proprietärer Plattformen zu Bindung. Wirtschaftlich spielen Subventionen, Preisgarantien oder Bündelverträge eine Rolle. Rechtliche Faktoren wie Datenhoheit und Datenschutz können eine Migration ebenfalls komplizieren.
Man unterscheidet verschiedene Formen der Anbieterbindung: technische/formatbezogene Bindung, bei der Daten und Anwendungen in proprietären Formaten
Folgen sind oft reduzierte Wettbewerbsdynamik, höhere Preise, langsamer Innovationsfortschritt und eingeschränkte Wahlmöglichkeiten für Kunden. Gegenmaßnahmen umfassen
Beispiele finden sich in der Telekommunikation mit langfristigen Verträgen, in SaaS-Umgebungen mit proprietären Datenformaten und in