Überbestimmtheit
Überbestimmtheit bezeichnet einen Zustand, in dem ein Phänomen oder Ergebnis durch mehr als eine unabhängige Ursache oder Bedingung bestimmt wird. Die verschiedenen Ursachen wirken gemeinsam, sodass das Resultat sich nicht auf eine einzige Ursache zurückführen lässt. Der Begriff wird in Mathematik, Logik, Philosophie, Psychoanalyse und Sozialwissenschaften verwendet, oft mit unterschiedlichen Schwerpunkten, aber dem Kern, dass mehrere Determinanten das Ergebnis festlegen.
In der Mathematik und Logik spricht man von einem überbestimmten System, etwa bei linearen Gleichungssystemen mit
In der Psychoanalyse bezeichnet Überbestimmtheit die Tendenz von Symptomen oder Träumen, durch mehrere unbewusste Determinanten bedingt
In den Sozial- und Geschichtswissenschaften wird der Begriff verwendet, um zu beschreiben, wie wirtschaftliche, politische, kulturelle
Abgrenzungen erfolgen zu Unterbestimmtheit (unzureichende Belege für eine eindeutige Schlussfolgerung) und zu Mehrdeutigkeit. Beispiele: Ein Verbrechen
Siehe auch: Überbestimmung, überbestimmte Systeme, Unterbestimmtheit, Mehrdeutigkeit.
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