Zentralismus
Zentralismus bezeichnet eine Form der politischen Organisation, bei der zentrale Regierungsorgane die maßgebliche Entscheidungsgewalt konzentrieren und die Autonomie der Untergliederungen (Regionen, Länder, Kommunen) vergleichsweise gering ist. Gegenüber Föderalismus zeichnet sich Zentralismus durch eine stärkere zentrale Gesetzgebung, Verwaltung und Finanzhoheit aus, während subnationale Gliederungen meist nur ausführende Funktionen zufallen. In Unitärstaaten ist Zentralismus eine verbreitete Struktur, in Föderationen stärker regionalen Institutionen überlassen.
Zentralismus kann formell durch Verfassung oder Gesetz festgelegt sein oder sich aus Praxis, Bürokratie und fiskalischer
Vorteile liegen in schneller Entscheidungsfähigkeit, einemheitlichen Standards, wirtschaftlicher Effizienz und klarer Verantwortlichkeit auf nationaler Ebene. Nachteile
Historisch war Zentralismus in vielen Staaten prägend: Frankreich entwickelte im Absolutismus eine stark zentralisierte Bürokratie; im