Trockenzustand
Trockenzustand bezeichnet den Zustand eines Materials, in dem der Gehalt an Feuchtigkeit sehr gering oder vernachlässigbar ist. Er beschreibt die Abwesenheit oder starke Reduktion von Wasser in der Substanz, sei es als freies Wasser, gebundenes Wasser oder als adsorbierte Wassermoleküle an der Oberfläche. In der Praxis wird der Trockenzustand oft durch den Feuchtegehalt gemessen, der als Prozentanteil der Masse angegeben wird. Die Bestimmung erfolgt üblicherweise durch Trocknung bis Konstanzmasse, also durch mehrmaliges Wiegen nach Trocknung, bis sich der Massewert nicht mehr ändert. Weitere Methoden zur Feuchtemessung sind die Karl-Fischer-Titration, azeotropes Trocknen oder Nahinfrarot- bzw. Raman-Spektroskopie.
Der Trockenzustand ist materialabhängig und hängt von Temperatur, relativer Feuchte der Umgebung und der hygroskopischen Natur
Wichtige Anwendungen finden sich in Pharmazie, Lebensmitteltechnik, Chemie, Materialwissenschaft und Boden- bzw. Umweltforschung. In der Pharmazie
Zur Aufrechterhaltung des Trockenzustands werden Desiccantien, luftdichte Verpackungen und kontrollierte Lagerbedingungen eingesetzt.