Translesionssynthese
Translesionssynthese (TLS) ist ein Mechanismus der DNA-Schaden-Toleranz, der es der Replikationsmaschinerie erlaubt, an Läsionen in der Vorlage weiterzuleiten, statt die Replikation zu stoppen. Dabei gelangen spezialisierte Translesionspolymerasen zum Einsatz, die das Lesion überbrücken können, oft jedoch mit erhöhter Fehlerrate. TLS dient der Fortführung der DNA-Replikation in Gegenwart von Schäden, die durch Normalpolymerasen blockiert würden.
Zu den TLS-Polymerasen gehören Pol eta (Pol η), Pol iota (Pol ι), Pol kappa (Pol κ), Rev1 und Pol
Die TLS-Polymerasen weisen ein breites Spektrum an Substratspezifität auf, sind aber meist fehleranfälliger als hoch-fidelity Polymerasen.
Klinisch relevant ist die TLS-Funktion: Defekte TLS, wie Pol η-Mangel, führen zu einer erhöhten UV-Empfindlichkeit (Xeroderma