Standardmazedonische
Standardmazedonische bezeichnet die standardisierte Form der mazedonischen Sprache, die als Amtssprache und Unterrichtssprache in Nordmazedonien sowie in mazedonischsprachigen Gemeinschaften im Ausland verwendet wird. Sie dient als normative Grundlage für Schrift und formellen Sprachgebrauch und wird in Bildung, Medien, Verwaltung und Rechtspflege angewandt. Die Standardvariante entstand im 20. Jahrhundert durch sprachpolitische Maßnahmen und die Codifizierung durch nationale Sprachinstitutionen; führende Arbeiten stammen vom Institut für mazedonische Sprache der Macedonian Academy of Sciences and Arts (MANU). Der Standard basiert überwiegend auf zentralen und westlichen Dialekten, mit Einflüssen aus östlichen Dialektgruppen, um eine landesweite Verständigung zu ermöglichen. Gleichzeitig bleibt die Alltagssprache stark dialektal geprägt.
Das Schriftsystem ist kyrillisch und umfasst 31 Buchstaben, darunter Ѓ, Ѕ, Ј, Ќ, Љ, Њ und Џ. Die offizielle Orthografie regelt Rechtschreibung,