Sexsteroide
Sexsteroide sind eine Gruppe von Steroidhormonen, die primär die sexuelle Entwicklung, Reproduktion und sekundäre Geschlechtsmerkmale regulieren. Die Gruppe umfasst Androgene (zum Beispiel Testosteron, Dihydrotestosteron), Estrogene (zum Beispiel Estradiol, Estron, Estriol) und Progestogene (zum Beispiel Progesteron). Die Hormone sind lipophil und werden vorwiegend in den Gonaden (Hoden, Ovarien) sowie in der Nebennierenrinde synthetisiert; im Gehirn entstehen sie ebenfalls lokal.
Wirkmechanismus und Zielorte: Sexsteroide wirken überwiegend über nukleare Rezeptoren – Androgenrezeptor (AR), Estrogenrezeptoren (ERα/ERβ) und Progesteronrezeptor (PR)
Biosynthese: Vom Cholesterin aus verlaufen mehrere Linien. Cholesterin wird durch das Mitochondrienenzym P450scc zu Pregnenolon gespalten;
Klinische Aspekte: Störungen umfassen Hypogonadismus, Hypergonadismus und hormonelles Ungleichgewicht wie beim PCOS oder während der Menopause.