Androgensynthese
Androgensynthese bezeichnet die Biosynthese der Androgene, vor allem Testosteron, Dihydrotestosteron (DHT) und Androstendion. Sie erfolgt überwiegend in den Hoden (Leydig-Zellen) bei Männern sowie in der Nebennierenrinde (Zona reticularis) und in geringem Umfang in den Ovarien; auch periphere Gewebe wie Haut und Fettgewebe können lokale Androgene bilden oder an der Umwandlung beteiligt sein.
Der Weg beginnt mit Cholesterin, das durch das Enzym CYP11A1 (P450scc) in Pregnenolon umgewandelt wird. Über
Regulation erfolgt primär über die Gonadotropinachse. GnRH aus dem Hypothalamus stimuliert LH und FSH; LH regt
Klinisch bedeutsam ist die Balance zwischen Produktion und Regulation. Angeborene Adrenogenital-Syndrome (z. B. 21-Hydroxylase-Defizienz) erhöhen die