Samenausbreitung
Samenausbreitung bezeichnet den Transport von Samen von der Mutterpflanze zu entfernten Orten. Sie ist ein zentraler Bestandteil der pflanzlichen Reproduktion und beeinflusst die genetische Vielfalt, die Populationsgröße und das Vorkommen neuer Populationen.
Die Verbreitung erfolgt vor allem durch vier Hauptwege: Anemochorie (Windverbreitung), Zoochorie (Tierverbreitung), Hydrochorie (Wasserverbreitung) und Anthropochorie
Bei der Anemochorie erleichtern leichte Samenstrukturen wie der Pappus des Löwenzahns oder schalenförmige Samenschalen dem Abheben
Die Zoochorie umfasst externe Anhaftung (Epizoochorie) an Fell oder Gefieder und innere Ausbreitung (Endozoochorie) nach Verzehr
Hydrochorie beschreibt die Fortpflanzung durch Wasser; wasserliebende Früchte oder Samen bleiben an der Wasseroberfläche oder treiben
Anthropochorie umfasst die absichtliche oder unbeabsichtigte Verbreitung durch menschliche Aktivitäten, etwa beim Transport von Saatgut, Saatgutverunreinigungen
Die Verbreitung von Samen hat Auswirkungen auf ökologische Prozesse, Genfluss, Invasionsrisiko sowie auf Landwirtschaft und Ökosystemrestoration.