Neutrophilenmigration
Neutrophilenmigration bezeichnet den Prozess, bei dem Neutrophile aus dem Blutkreislauf in das Gewebe wandern, um infizierte oder verletzte Stellen zu erreichen. Sie gehört zu den frühesten Reaktionen des angeborenen Immunsystems und ermöglicht eine schnelle Abwehr gegen Pathogene.
Der Migrationsweg beginnt mit Marginalisierung und Rollbewegungen entlang des Endothels, vermittelt durch Interaktionen von Selektinen (P-
Wichtige Effektoren der Migration sind Phagozytose, Degranulation mit proteolytischen Enzymen und Produktion reaktiver Sauerstoff- sowie Stickstoffradikale;
Klinisch relevant sind Störungen wie die Leukozytenadhäsionserkrankungen (LAD), bei denen Integrine oder andere Adhäsionsmoleküle fehlen oder