Neuroprothesen
Neuroprothesen sind technologische Systeme, die Nervenzellsignale erfassen, interpretieren oder stimulieren, um verlorene oder gestörte Funktionen des Nervensystems zu ersetzen oder zu unterstützen. Sie kommen in der Rehabilitation sensorischer oder motorischer Funktionen sowie in kognitiven Prozessen zum Einsatz. Typische Beispiele sind implantierbare Elektrodenarrays, die Signale aus dem Gehirn oder dem peripheren Nervensystem aufnehmen oder Nervenstrukturen elektrisch stimulieren.
Zu sensorischen Neuroprothesen zählen Cochlea-Implantate und Netzhautimplantate, die Sinneswahrnehmungen übersetzen oder wiederherstellen helfen. Motorische Neuroprothesen nutzen
Funktionsprinzip: Signale werden gemessen oder erzeugt, decodiert und in eine nutzbare Aktion übersetzt. In vielen Systemen
Aufbau: Elektrodenarrays oder stimulierende Elektroden, ein Implantat bzw. die implantierte Elektronik, eine Ansteuerungseinheit und meist eine
Historisch entstanden Cochlea-Implantate in den 1960er Jahren; heutige Hirn-Computer-Schnittstellen werden seit den 1990er Jahren erforscht. Anwendungen