Marginalwerte
Marginalwerte bezeichnen den zusätzlichen Wert, der sich ergibt, wenn man eine Variable um eine kleine Einheit erhöht, während andere Einflussgrößen annähernd konstant bleiben. In der Mathematik entspricht der Marginalwert oft der Ableitung: Der Marginalwert einer Funktion f in Bezug auf die Variable x ist die Ableitung df/dx; bei einer eindimensionalen Funktion ist es f′(x). Für kleine Änderungen Δx gilt Δf ≈ f′(x)·Δx, was die intuitive Vorstellung eines lokalen Änderungsraten–maßes vermittelt.
Anwendung finden Marginalwerte vor allem in der Ökonomie und in der Optimierung. Die Marginalanalyse bewertet die
Beispiele aus der Praxis: Bei einer Produktionsfunktion F(K,L) ist das Grenzprodukt der Arbeit MP_L = ∂F/∂L, das
Statistisch werden Marginalwerte auch als Marginaleffekte bezeichnet: die Veränderung der vorhergesagten Zielgröße infolge einer kleinen Änderung
Siehe auch: Grenznutzen, Grenzkosten, Grenzertrag, Grenzprodukt, Marginaleffekt, Marginalverteilung.