Kapitalauflagen
Kapitalauflagen sind regulatorische oder vertragliche Verpflichtungen, die darauf abzielen, die Kapitalausstattung eines Unternehmens sicherzustellen. Sie verpflichten den betroffenen Akteur, eine bestimmte Kapitalmenge vorzuhalten oder zusätzliches Kapital zu beschaffen bzw. zu erhalten. Kapitalauflagen können vorübergehend oder dauerhaft sein und ergeben sich aus staatlichen Auflagen, aufsichtsrechtlichen Anforderungen oder vertraglichen Vereinbarungen mit Gläubigern, Investoren oder Sponsoren.
Im Finanzsektor kommen Kapitalauflagen besonders häufig vor. Banken und andere Finanzinstitute müssen unter Basel-III-Anforderungen ausreichendes Kernkapital
Auch auf vertraglicher Ebene können Kapitalauflagen vereinbart werden. Kreditverträge, Investorenvereinbarungen oder Aufsichtsvereinbarungen können Mindestkapital, Ausschüttungsverbote oder
Wirkungen und Risiken: Kapitalauflagen stärken die Eigenkapitalbasis, verbessern die Stabilität und Risikobewältigung, können jedoch zu Verwässerung