Gewässernetze
Gewässernetze bezeichnen das zusammenhängende System von Oberflächengewässern in einer Landschaft: Fließgewässer wie Bäche und Flüsse, stehende Gewässer wie Seen und Teiche sowie Feuchtgebiete, die durch Abflüsse, Zuflüsse und Überschwemmungsbereiche miteinander verbunden sind. Das Netz bildet die Abfluss- und Versorgungsstruktur eines Einzugsgebiets und wird von Topografie, Gravitation und hydrologischen Prozessen gesteuert. Es umfasst sowohl die longitudinale Verknüpfung entlang eines Flusses als auch laterale Verbindungen zum Überschwemmungsgebiet sowie vertikale Verbindungen zum Grundwasser.
Die Struktur eines Gewässernetzes lässt sich mit grundlagen der Netzwerkanalyse beschreiben: Fließwege, Flussordnungen (nach Horton-Strahler), Gesamtlänge
Das Gewässernetz prägt Wasserhaushalt, Erosion, Sedimenttransport und Nährstoffkreisläufe sowie den Lebensraum aquatischer und riparianer Arten. Eine
Anthropogene Eingriffe wie Kanalisierung, Dämme, Tide- und Entwässerungsnetze beeinträchtigen häufig die natürliche Verknüpfung. Restaurierungsmaßnahmen zielen daher
Auf europäischer und nationaler Ebene dienen Gewässernetze der Planung von Wasserressourcen, Hochwasserschutz und Biodiversität, oft im