Gefäßulzera
Gefäßulzera sind chronische Wunden, die durch eine beeinträchtigte Gefäßversorgung der Beine entstehen. Sie umfassen venöse Ulzera, arterielle Ulzera, diabetische oder neuropathische Ulzera sowie Mischformen, bei denen venöse und arterielle Faktoren zusammenwirken. Venöse Ulzera sind die häufigsten Hautulzera und entstehen durch venöse Insuffizienz mit chronischer Ödembildung und venöser Hypertension. Sie treten meist am medialen Knöchel auf und weisen oft Lipodermosklerose, Pigmentstörungen und eine feuchte Wundumgebung auf. Arterielle Ulzera resultieren aus einer Durchblutungsstörung der Arterien und finden sich typischerweise an Zehen, Fußrücken oder seitlichen Randgebieten; sie sind schmerzhaft, haben klare, gut definierte Ränder und erscheinen oft blass oder nekrotisch. Diabetische oder neuropathische Ulzera entwickeln sich bei sensomotorischer Neuropathie, häufig an Druckpunkten der Fußsohle, und können ohne Schmerz auftreten, was das Risiko für Infektionen erhöht. Mischformen weisen Merkmale beider Ursachen auf.
Diagnose basieren auf Anamnese, klinischer Untersuchung und Gefäßdiagnostik. Wichtige Verfahren sind der ABPI (Ankle-Brachial-Index) und Duplex-Doppler-Untersuchungen;
Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und der Wundheilung. Venöse Ulzera profitieren meist von