Flussüberwachung
Flussüberwachung ist die systematische Erhebung, Überwachung und Auswertung von hydrologischen, chemischen und ökologischen Kennzahlen eines Fließgewässers. Sie dient der Beurteilung des Zustands eines Gewässers, der Früherkennung von Hochwassern, der Bewertung der Wasserqualität und der Unterstützung von Planung und Schutzmaßnahmen im Gewässerumfeld.
Zu den zentralen Messgrößen gehören Wasserstand, Durchfluss (Q), Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert, gelöste Nährstoffe (N, P), Schwebstoffe
Die Methoden umfassen in-situ Messstationen mit Telemetrie zur Echtzeitübertragung, regelmäßige Probenahmen, Fernerkundung (Satellitenbilddaten, Radar) und hydrologische
Anwendungsbereiche: Wasserressourcenmanagement, Gewässerschutz, Bewertung gemäß der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union (WFD), Meldung von Umweltbelastungen, Planung von
Organisation: Nationale Umwelt- oder Hydrologische Dienste betreiben Messnetze, kooperieren auf Ebenen wie EU, internationale Programme, Datenzugang
Herausforderungen: Unterhalt der Netzwerke, Finanzierung, lückenhafte Abdeckung in abgelegenen Regionen; Klimawandel und veränderte Hydrologie erhöhen Anforderungen