Flussaktivität
Flussaktivität bezeichnet in der Hydrologie den dynamischen Zustand eines Flusssystems und seine zeitliche Entwicklung. Sie umfasst Abflussregime, Sedimenttransport, Erosion, Sedimentation sowie ökologische Prozesse und den Transport von Nährstoffen und Organismen. Die Aktivität variiert stark im Tages- und Jahresverlauf und wird von Klima, Topografie, Geologie, Bodenbeschaffenheit, Landnutzung und wasserbaulichen Eingriffen beeinflusst.
Zu den zentralen Bestandteilen gehören der Abfluss (Q) und das Abflussregime (Grund- und Hochwasser), der Transport
Ursachen und Variabilität: Klimaänderungen, Niederschläge, Schneeschmelze, Verdunstung sowie Topografie und Bodeneigenschaften; menschliche Eingriffe wie Dämme, Wasserentnahmen
Messung und Bewertung: Pegelstationen erfassen Abfluss und Pegelstände; Messungen von Fließgeschwindigkeit, Turbidität und suspendiertem Sediment liefern
Bedeutung: Hohe Flussaktivität beeinflusst den Transport von Nährstoffen und Schadstoffen, Bodentransfer, Habitatqualität und Biodiversität und bestimmt