Fibrinogenämien
Fibrinogenämien sind seltene Gerinnungsstörungen, die das Fibrinogen betreffen, ein essentielles Blutgerinnungsprotein. Sie können quantitativ auftreten (afibrinogenämie, hypofibrinogenämie) oder qualitativ gestört sein (dysfibrinogenämie). Kongenitale Formen entstehen durch Mutationen in den Genen FGA, FGB oder FGG; erworbene Fibrinogenmängel treten bei Lebererkrankungen, disseminierter intravasaler Koagulopathie (DIC), schweren Sepsen oder bestimmten Therapien auf.
Pathophysiologie: Fibrinogen wird in der Leber synthetisiert und besteht aus drei Polypeptidketten (Aα, Bβ, γ). Mutationen können
Klinische Merkmale: Die Erscheinungsweise variiert. Afibrinogenämie und Hypofibrinogenämie zeigen oft mucosanale Blutungen, Postpartal- oder traumabedingte Blutungen;
Diagnose: Laborbefunde zeigen niedrige oder fehlende Fibrinogenwerte (Clauss-Methode) mit Verlängerung von PT und aPTT; Thrombinzeit oft
Behandlung: Bei Blutung bzw. operativen Eingriffen Fibrinogenersatz, z. B. Fibrinogenkonzentrat oder Cryopräzipitat, um Zielspiegel zu erreichen
Prognose und Versorgung: Die Prognose hängt von Typ, Schwere und Komorbiditäten ab; regelmäßige Überwachung und genetische