Begleittherapien
Begleittherapien bezeichnet man in der deutschsprachigen Medizin als unterstützende Therapien, die parallel zu einer primären Behandlung eingesetzt werden, beispielsweise bei Krebs, nach Operationen oder bei chronischen Erkrankungen. Ziel ist es, Nebenwirkungen zu verhindern oder zu lindern, Folgen zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten. Begleittherapien sind nicht primär kurativ, sondern fokussieren Symptomkontrolle, Funktionsfähigkeit und Behandlungsadhärenz. Sie erfolgen in der Regel im Rahmen eines interdisziplinären Versorgungskonzepts in Klinik, Praxis oder häuslicher Umgebung.
Zu den Begleittherapien gehören pharmakologische Maßnahmen wie Antiemetika, Schmerzmittel, Entzündungshemmer, Diät- und Nährstofftherapien, Infusions- oder Ernährungsunterstützung.
Ziele und Nutzen: Begleittherapien sollen Nebenwirkungen reduzieren, Komplikationen vorbeugen, Therapietreue erhöhen, Alltagskompetenzen erhalten und die Lebensqualität
Herausforderungen: Die Evidenzlage variiert zwischen einzelnen Maßnahmen. Risiken bestehen durch Wechselwirkungen mit der Haupttherapie, Polypharmazie und
Verwandte Begriffe sind unterstützende Pflege, Palliativversorgung, Rehabilitation und Psychoonkologie.