mikrohistorischen
Die mikrohistorische bzw. Mikrogeschichte ist ein historiographischer Ansatz, der kleinste Einheiten wie Einzelpersonen, Haushalte, Dorfgemeinschaften oder spezifische Ereignisse ins Zentrum stellt, um größere soziale, kulturelle und wirtschaftliche Prozesse zu erfassen. Aufbauend auf dem Annales-Tradition betont sie zwar Strukturen über lange Zeiträume, richtet den Blick aber stark auf Detailforschung und lokale Quellen.
Der Ursprung der Mikrogeschichte liegt in den 1960er bis 1970er Jahren; zentrale Figuren sind Emmanuel Le Roy
Typische Anwendungsthemen umfassen Religionsausübung im Alltag, Familien- und Haushaltsstrukturen, Geschlechterrollen, lokale Wirtschaften, Alltagskultur und kollektive Identitäten.
Kritisch wird der Ansatz dafür bemängelt, dass einzelne Fallgeschichten nicht automatisch auf größere Populationen übertragbar seien;