isotopenverhältnis
Isotopenverhältnis bezeichnet das Verhältnis der Häufigkeiten oder Massen zweier Isotope desselben Elements in einer Probe. Es umfasst stabile Isotope, wie 13C/12C, 18O/16O oder 15N/14N, ebenso wie radiogene Isotope, etwa 87Sr/86Sr oder 238U/235U, die sich durch unterschiedliche Halbwertszeiten oder Zerfallsprozesse auszeichnen. Solche Verhältnisse liefern Hinweise auf Herkunft, Umweltbedingungen oder Alter der Proben.
Die Bestimmung erfolgt überwiegend durch Massenspektrometrie, insbesondere Isotopen-Verhältnis-Massenspektrometrie (IRMS) oder Multi-Collector-Induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie (MC-ICP-MS). Ergebnisse
Ursachen von Isotopenverhältnissen sind natürliche Fractionation durch physikalische, chemische oder biologische Prozesse, wobei leichtere Isotope in
Anwendungen finden sich in Geowissenschaften, Hydrologie, Paläoklimaforschung, Archäologie, Umweltforschung und Forensik. Typische Beispiele sind die Temperaturrekonstruktion