ZweiachsGelenke
ZweiachsGelenke sind Gelenke mit zwei unabhängigen Rotationsachsen und damit zwei Freiheitsgraden. Die Bewegung erfolgt vorwiegend in zwei Ebenen, meistens Flexion/Extension und Abduktion/Adduktion. Die Gelenkflächen, Bänder und Muskeln begrenzen die Bewegungen und erzeugen charakteristische, oft winkelabhängige Muster. Im Gegensatz zu monaxialen Gelenken wie dem Scharniergelenk oder zu dreiachsigen Kugelgelenken weisen ZweiachsGelenke eine selektive, aber vielseitige Beweglichkeit auf.
Typische Formen sind ellipsoid- bzw. kondyloide Gelenke (z. B. radiocarpales Handgelenk), Sattelgelenke (Daumengrundgelenk) und bestimmte Varianten
Anwendungen: In der Hand ermöglicht das radiocarpale Gelenk und die MCP-Gelenke feine Greifbewegungen; der Daumenballen des
Klinisch relevant sind ZweiachsGelenke bei Verletzungen, Arthrose oder bei der Gestaltung von Prothesen und in der
Zusammenfassung: ZweiachsGelenke bilden eine zentrale Gelenkgruppe im menschlichen Bewegungsapparat, die zwei Rotationsachsen und zwei Freiheitsgrade bietet,