Zeitinkonsistenz
Zeitinkonsistenz bezeichnet in der Entscheidungsforschung eine Situation, in der ein zu einem Zeitpunkt gefasster Plan zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr als optimal gilt. In der intertemporalen Ökonomik bedeutet dies, dass die bevorzugte Handlung je nach Zeitpunkt variiert, sodass das ursprüngliche Vorhaben nicht umgesetzt wird. Eine zentrale Unterscheidung besteht zwischen Zeitinkonsistenz und rein statischer Rationalität: Das gegenwärtige Selbst beeinflusst das zukünftige Selbst so, dass der Plan widersprüchlich wird.
Ursachen sind veränderte Zeitpräferenzen, Present Bias (unmittelbare Belohnungen werden bevorzugt) sowie Unsicherheit über zukünftige Kosten und
Folgen umfassen geringe Glaubwürdigkeit politischer Maßnahmen, suboptimale Spar- und Gesundheitsentscheidungen sowie Schwierigkeiten bei Reformen. Beispiele: Eine
Gegenmaßnahmen zielen auf zeitkonsistente Politiken ab, etwa durch klare Regeln oder institutionelle Unabhängigkeit (z. B. Zentralbanken),
Historisch wurde der Begriff durch Kydland und Prescott in die Diskussion über monetäre Politik eingeführt und
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