Sphärozyten
Sphärozyten sind rote Blutkörperchen, die eine kugelige Form angenommen haben. Im Gegensatz zu normalen Erythrozyten weisen sie wenig bis keinen zentralen Pallor auf, besitzen ein verändertes Oberflächen-zu-Volumen-Verhältnis und zeigen typischerweise eine höhere mittlere Hämoglobinkonzentration (MCHC). Ihre Form macht sie weniger dehnbar und mechanisch fragil, was zu einer erhöhten Fragilität unter osmotischen Stressbedingungen führt.
Sphärozyten entstehen häufig durch Störungen der roten-Blutkörperchen-Membran und des Zytoskeletts. Die häufigste erbliche Form ist die
Erworben sind Sphärozyten unter anderem bei Autoimmunhämolytischen Anämien (IgG-gebundene Erythrozyten), bei splenomegalischer Manifestation oder nach Splenektomie
Diagnose und klinische Bedeutung
Neben dem Ausstrich helfen Laborparameter bei der Diagnose: erhöhter MCHC-Wert, retikulierte Blutzellen, erhöhte indirekte Bilirubin- und