Spekulationsangriffe
Spekulationsangriffe bezeichnen Prozesse, bei denen spekulative Kapitalbewegungen die Stabilität eines Währungssystems oder anderer Vermögenswerte unter Druck setzen, um eine Abwertung, einen Kursverfall oder eine Zahlungsunfähigkeit zu erzwingen. Typische Kontexte sind fest oder stark anklebbende Wechselkurse sowie Situationen mit begrenzten Devisenreserven; der Begriff lässt sich auch auf andere Vermögenspreise anwenden.
Der zugrunde liegende Mechanismus besteht darin, dass Investoren aufgrund erwarteter Devaluationen oder wirtschaftlicher Schwächen große Summen
Indikatoren für Spekulationsangriffe sind zunehmende Devisentransaktionen, steigender Druck auf den Wechselkurs, schrumpfende Devisenreserven, erhöhte Spreads und
Historisch herausgegriffene Beispiele sind der Schwarze Mittwoch 1992, als Spekulation den britischen Pound unter Druck setzte,
Kritisch wird diskutiert, inwieweit Spekulationsangriffe eigenständige Krisenursachen darstellen oder eher als Begleiterscheinung fundamentaler Ungleichgewichte zu sehen