Softwarewerte
Softwarewerte bezeichnet in der Softwaretechnik die Qualitätseigenschaften, die ein Softwaresystem erfüllen soll, jenseits der funktionalen Anforderungen. Der Begriff wird in deutschsprachigen Publikationen häufig verwendet, um die sogenannten Qualitätsattribute oder nicht-funktionalen Anforderungen zu benennen. Typische Softwarewerte umfassen Zuverlässigkeit, Sicherheit, Performance, Skalierbarkeit, Wartbarkeit, Portabilität, Benutzbarkeit, Interoperabilität, Verfügbarkeit, Datenschutz und Fehlertoleranz. Die Bewertung dieser Werte erfolgt im Rahmen des Anforderungs- und Architekturprozesses und hilft, Kompromisse zwischen Kosten, Zeit und Qualität zu treffen. Oft werden Szenarien, Metriken oder Qualitätsmodelle herangezogen, um Werte messbar zu machen; Beispiele sind Reaktionszeit, Durchsatz, Ausfallsicherheit, MTBF oder Wartungsaufwand. Allerdings sind einige Softwarewerte schwer messbar oder kontextabhängig und erfordern qualitatives Urteil.
Der Begriff steht im engen Zusammenhang mit dem englischen Konzept der quality attributes oder non-functional requirements.