Schleimhautdrüsen
Schleimhautdrüsen sind exokrine Drüsen, die in der Schleimhaut (Mucosa) verschiedener Hohlorgane vorkommen und schleimige Sekrete abgeben. Sie tragen zur Bildung einer schützenden, gleitfähigen Schleimschicht bei und können als unicelluläre Becherzellen oder als mehrzellige, in der Lamina propria oder Submucosa liegende Drüsen auftreten. Becherzellen sind in vielen Schleimhäuten weit verbreitet; darüber hinaus finden sich spezialisierte Schleimdrüsen wie Brunner-Drüsen in der Duodenumwand bzw. weitere mucöse Drüsen in der Magenschleimhaut (Cardia- und Pylorusdrüsen) und im Speiseröhrepithel.
Typische Vorkommen umfassen den Verdauungstrakt, die Atemwege und Teile der Urogenital- sowie der Konjunktivalschleimhaut. Im Atemwegstrakt
Die Sekrete bestehen überwiegend aus Mucinen (Schleimproteinen) und Wasser, oft ergänzend aus Ionen, Enzymen oder Immunfaktoren.
Klinisch relevant sind Veränderungen in der Schleimhautdrüsenaktivität. Über- oder Untersekretion kann zu Erkrankungen beitragen, etwa veränderte