Richtliniensteuerung
Richtliniensteuerung bezeichnet eine Führungs- oder Steuerungsform in Organisationen, insbesondere in der öffentlichen Verwaltung, bei der zentrale Leitlinien, Grundsätze und Zielvorgaben den Handlungsrahmen bilden. Anstatt jedes Detail festzulegen, setzen die oberen Ebenen Richtlinien, die Werte, Ziele und Rahmenbedingungen fest und geben damit Orientierung für die nachgelagerten Einheiten. Die operative Umsetzung erfolgt unter eigenverantwortlicher Gestaltung der Fachbereiche im Einklang mit den Richtlinien; die Verantwortung für Ergebnisse bleibt dort verankert.
Zentrale Merkmale sind klare Richtlinien, politische oder strategische Zielvorstellungen, Freiräume in der Umsetzung sowie koordinierende Steuerung
Gegenüber instrumenten- oder ergebnisorientierter Steuerung unterscheidet sich Richtliniensteuerung durch ihren normativen, orientierenden Charakter: Sie setzt Leitplanken
Anwendungsfelder finden sich vor allem in der öffentlichen Verwaltung auf Landes- und kommunaler Ebene, in Ministerien,
Historisch ist das Konzept eng mit der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung und dem Wandel zu mehr Steuerung