Prozesssicht
Die Prozesssicht (Process View) ist in der Softwarearchitektur, insbesondere im 4+1-Modell von Philippe Kruchten, eine von mehreren Teilansichten, die das System aus der Laufzeitperspektive beschreibt. Sie fokussiert die Organisation von Prozessen und Threads, deren Interaktionen, Synchronisation und Interprozesskommunikation.
Ziel der Prozesssicht ist es, das dynamische Verhalten des Systems abzubilden und Eigenschaften wie Performance, Skalierbarkeit,
Kernkonzepte umfassen Prozesse, Threads, Parallelität, Synchronisation, Interprozesskommunikation, geteilte Ressourcen, Scheduling und die Verteilung von Prozessen über
Modelle und Artefakte der Prozesssicht reichen von Sequenz- und Aktivitätsdiagrammen über Zustandsautomaten bis hin zu Kommunikationsdiagrammen.
Beispielhaft könnte eine Webanwendung eine Serverprozess-, mehrere Anwendungsserverprozesse pro Transaktion und einen Pool von Datenbankverbindungen umfassen.
Vorteile der Prozesssicht liegen in der frühzeitigen Erkennung von Leistungsengpässen, Nebenläufigkeitsproblemen und Ressourcenbedarf. Sie kann jedoch