Pieranlagen
Pieranlagen sind Hafenbauwerke, die Anlege- und Umschlagmöglichkeiten für Schiffe bereitstellen. Sie umfassen feste oder schwimmende Strukturen wie Kai- oder Uferbauten, an die sich Schiffe festmachen, Passagiere oder Fracht aufnehmen oder entladen lassen. Typische Bestandteile sind Kaiwände, Pierdecks, Längs- und Queranlagen, Anlegestellen sowie Fender- und Sicherungssysteme, die das Booting und die Wahrung der Sperr- und Sicherheitsabstände ermöglichen. Ergänzt werden sie durch Zugänge, Gangways, Laderampen und nutzungsbedingte Infrastruktur.
Zu den technischen Elementen zählen Stützensysteme (Pfähle, Klöppel oder Kästen), Decks, Fenderungen zum Schutz der Schiffswtrür,
Planung und Bau von Pieranlagen berücksichtigen standortspezifische Parameter wie Wassertiefe, Gezeiten, Strömungen, Eisbelastung, Sedimentation und horizontale/vertikale
Pieranlagen unterscheiden sich nach Funktionszweck: Containerterminals und Generalcargo-Kai, Ro-Ro- oder Fährhäfen, Fischereihäfen sowie Marina- oder Jachtpieren.