Nachkriegsjahrzehnt
Nachkriegsjahrzehnt bezeichnet in der Geschichtsschreibung das unmittelbare Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg, typischerweise 1945 bis 1955, in dem Deutschland, Österreich und zentraleuropäische Gebiete sich von Kriegsschäden, Niederlage und politischen Neuordnungen erholten. Der Begriff fasst wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Transformationsprozesse zusammen, die den Grundstein für die spätere Stabilisierung und Entwicklung legten.
Politisch wurden Deutschland und Österreich in den Alliiertenordnungen hineingenommen: 1949 entstanden die Bundesrepublik Deutschland im Westen
Wirtschaftlich leitete die Währungsreform in den Westzonen 1948 und der Marshallplan ab 1948 den Wiederaufbau ein.
Gesellschaftlich kamen große Flüchtlings- und Vertriebenenströme hinzu; Wohnraumknappheit, Demontagen und Zerstörung bestimmten das Alltagsleben. Frauen traten
Der Zeitraum legte die Grundlage für politische Stabilität, wirtschaftliche Erholung und die spätere europäische Integration. Er